Ethylenglykol: Was es ist, wie man es verwendet und wann man es benötigt
- Geschrieben am
- Durch Hugo von Huchem
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Müssen Sie eine Kälteanlage, Klimaanlage oder einen Heizkreislauf vor Frost und Korrosion schützen? Kein Problem, bei Huchem haben wir dafür genau das richtige Produkt: Ethylenglykol. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was Ethylenglykol genau ist, wie Sie es richtig anwenden und wann es die beste Wahl ist.
Ethylenglykol: Was es ist, wie man es verwendet und wann man es benötigt
Müssen Sie eine Kälteanlage, Klimaanlage oder einen Heizkreislauf vor Frost und Korrosion schützen? Kein Problem, bei Huchem haben wir dafür genau das richtige Produkt: Ethylenglykol. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was Ethylenglykol genau ist, wie Sie es richtig anwenden und wann es die beste Wahl ist.
Was ist Ethylenglykol?
Ethylenglykol ist eine weit verbreitete Flüssigkeit für Heizungs- und Kühlsysteme. Es handelt sich um eine farblose, geruchlose Flüssigkeit, die für ihre hervorragenden Wärmeübertragungseigenschaften und ihre hohe Frostschutzwirkung bekannt ist.
Ethylenglykol besitzt eine geringere Viskosität und eine höhere Wärmeleitfähigkeit als Propylenglykol. Dadurch wird Wärme effizienter abgeführt und weniger Pumpenergie benötigt. In der Praxis ist es daher für die meisten industriellen Anwendungen die bessere Wahl. Typische Einsatzbereiche sind Kälteanlagen, Klimasysteme, industrielle Kühlkreisläufe und Heizungsanlagen. Es wird mit demineralisiertem Wasser im richtigen Mischungsverhältnis verdünnt und schützt das System sowohl vor Frost als auch vor Verschleiß durch Kalk und Rost.
Welche Konzentration wird benötigt?
Hier machen viele Anwender Fehler. Mehr Glykol bedeutet nicht automatisch einen besseren Schutz. Ab einer Konzentration von etwa 60 % steigt die Viskosität deutlich an und die Wärmekapazität des Gemisches nimmt ab. Dadurch verschlechtert sich die Kühlleistung und das System wird stärker belastet.
Für die meisten Kühlanwendungen liegt die optimale Konzentration zwischen 30 und 50 %. So erhalten Sie einen zuverlässigen Frostschutz, ohne die Kühlleistung zu beeinträchtigen. Deshalb ist das richtige Mischungsverhältnis für eine optimale Leistung besonders wichtig.
| Glykol | Demineralisiertes Wasser | Frostschutz bis |
|---|---|---|
| 20 % | 80 % | -8 °C |
| 30 % | 70 % | -15 °C |
| 40 % | 60 % | -21 °C |
| 50 % | 50 % | -33 °C |
| 60 % | 40 % | -57 °C |
Verwenden Sie zum Mischen immer demineralisiertes Wasser und niemals Leitungswasser. Leitungswasser enthält Kalk und Mineralien, die die Wirkung des Glykols sowie die Lebensdauer Ihrer Anlage beeinträchtigen können.
Wogegen schützt Ethylenglykol?
Ethylenglykol bietet weit mehr als nur Frostschutz. Es schützt Ihr System auch zuverlässig vor Korrosion und trägt dadurch zu einer längeren Lebensdauer und einer höheren Effizienz der Anlage bei. Metallische Bauteile werden vor Schäden geschützt, die durch den ständigen Kontakt mit Wasser und hohen Temperaturen entstehen können.
Darüber hinaus enthält Ethylenglykol Inhibitoren sowie schaumarme Zusätze gegen Rost- und Kalkablagerungen. Es wirkt nicht korrosiv und schützt die Innenflächen von Rohrleitungen, auch wenn diese aus Aluminium bestehen.
Kurz gesagt: Ein korrekt eingestelltes Glykolgemisch verlängert die Lebensdauer Ihrer Anlage erheblich und spart langfristig Wartungs- und Reparaturkosten.
Ethylenglykol oder Propylenglykol?
Diese Frage wird uns am häufigsten gestellt. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach.
Ethylenglykol ist hochgiftig. Bereits eine Aufnahme von etwa 30 ml kann für einen Erwachsenen tödlich sein. Deshalb darf es nicht in Anwendungen eingesetzt werden, bei denen die Flüssigkeit mit Lebensmitteln, Getränken oder Trinkwasser in Berührung kommen kann. Das gilt sowohl für Menschen als auch für Tiere.
Propylenglykol wird deshalb in der Pharmaindustrie, der Tierhaltung, der Lebensmittelindustrie, der Gastronomie und überall dort eingesetzt, wo ein Kontakt mit der Kühlflüssigkeit möglich ist.
Kurz zusammengefasst:
- Ethylenglykol – für industrielle Kühlsysteme ohne Kontakt zu Menschen, Tieren oder Lebensmitteln.
- Propylenglykol – für Anwendungen, bei denen ein Kontakt mit Menschen, Tieren oder Lebensmitteln möglich ist.
Wie füllt man Ethylenglykol richtig nach?
Hier passieren in der Praxis häufig Fehler.
- Spülen Sie eine neue Anlage zunächst gründlich mit demineralisiertem Wasser, bevor Sie Glykol einfüllen.
- Messen Sie bei einer bestehenden Anlage die aktuelle Glykolkonzentration mit einem Refraktometer oder anhand der Flüssigkeitsdichte, damit Sie genau wissen, wie viel Glykol nachgefüllt werden muss.
- Mischen Sie das Glykol im gewünschten Verhältnis mit demineralisiertem Wasser (siehe Tabelle oben).
- Füllen Sie die Mischung langsam ein und lassen Sie die Anlage langsam auf Betriebstemperatur kommen, damit eingeschlossene Luft entweichen kann.
- Füllen Sie bei Bedarf bis zum korrekten Füllstand nach.
Wichtig: Füllen Sie Ethylenglykol nur in Systeme nach, die bereits mit einer Kühlflüssigkeit auf Ethylenglykolbasis betrieben werden. Mischen Sie Ethylenglykol und Propylenglykol niemals miteinander, da die unterschiedlichen Inhibitorpakete nicht miteinander kompatibel sind und Ablagerungen oder Korrosion verursachen können.
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