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Kesselstein entfernen: Wie entkalken Sie einen Kessel, Boiler oder Wärmetauscher?

  • Geschrieben am
  • Durch Hugo von Huchem
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Kesselstein entfernen: Wie entkalken Sie einen Kessel, Boiler oder Wärmetauscher?

Kesselstein entfernen Sie, indem Sie die Anlage mit einem verdünnten sauren Entkalker im Mischungsverhältnis 1:5 bis 1:10 zirkulieren lassen. Je nach Verschmutzungsgrad sollte das Mittel 30 Minuten bis 5 Stunden einwirken. Anschließend muss die Anlage gründlich mit reichlich Wasser gespült werden.

Kesselstein entfernen: Wie entkalken Sie einen Kessel, Boiler oder Wärmetauscher?

Kesselstein entfernen Sie, indem Sie die Anlage mit einem verdünnten sauren Entkalker im Mischungsverhältnis 1:5 bis 1:10 zirkulieren lassen. Je nach Verschmutzungsgrad sollte das Mittel 30 Minuten bis 5 Stunden einwirken. Anschließend muss die Anlage gründlich mit reichlich Wasser gespült werden.

Ob es sich um einen verstopften Wärmetauscher, einen Boiler mit verringerter Warmwasserleistung oder ein zugesetztes Leitungssystem handelt: Mit dem richtigen Entkalker und der passenden Vorgehensweise bringen Sie Ihre Anlage wieder effizient zum Laufen. Im Folgenden erfahren Sie, welches Mittel zu Ihrer Situation passt und wie Sie Schritt für Schritt vorgehen.

Was ist Kesselstein und warum entsteht er?

Kesselstein ist eine harte, weißliche Kalkablagerung aus Calciumcarbonat, die sich in Kesseln, Boilern, Leitungen und Wärmetauschern festsetzt. Er entsteht, wenn sich Mineralien aus dem Wasser beim Erwärmen absetzen und eine steinartige Schicht auf Metalloberflächen bilden.

Je länger Sie warten, desto hartnäckiger wird das Problem. Frische Kalkablagerungen lassen sich noch relativ leicht lösen, doch mehrere Millimeter starke Ablagerungen können nahezu steinhart werden. Frühzeitiges Handeln spart daher viel Aufwand und Kosten.

Warum ist das Entkalken Ihrer Anlage so wichtig?

Kesselstein wirkt wärmeisolierend. Dadurch müssen Heizelemente stärker arbeiten, um dieselbe Temperatur zu erreichen. Bereits bei 1 Millimeter Kalkablagerung kann der Energieverbrauch eines Heizelements um etwa 8 bis 10 % steigen, da die Wärme nicht mehr effizient übertragen wird.

Bei mehreren Millimetern Kalk kann der Wirkungsgrad deutlich weiter sinken. Die Folge sind höhere Energiekosten und eine spürbar kürzere Lebensdauer von Kesseln, Boilern und Wärmetauschern.

Regelmäßiges Entkalken hilft, Schäden, Korrosion und Verstopfungen zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit der Geräte zu erhalten. Für Unternehmen aus der Installations-, Kälte-, Transport- oder Produktionsbranche ist dies keine Nebensache, sondern eine wichtige Maßnahme zur Vermeidung von Ausfallzeiten.

Welcher Entkalker passt zu Ihrer Anwendung?

Nicht jeder Entkalker ist gleich. Unterschiede bestehen vor allem in der Säurebasis, der Konzentration und der Materialverträglichkeit.

Typ des Entkalkers Säurebasis & Verdünnung Einwirkzeit Geeignet für / nicht geeignet für Verpackung
Kesselsteinlöser Säure auf Phosphorsäurebasis, Verdünnung 1:5 bis 1:10 30 Minuten bis 2 Stunden Nicht geeignet für unbehandeltes Aluminium
Industrieentkalker Konzentrierte Säure, Verdünnung bis 1:10 je nach Verschmutzungsgrad 1 bis 5 Stunden Nicht geeignet für Zink und weiche Nichteisenmetalle ohne vorherigen Test Konzentrat
Bio-Entkalker auf Zitronensäurebasis Natürliche Zitronensäure, mild und nicht schäumend 30 Minuten bis 1 Stunde

Arbeiten Sie in der Lebensmittelbranche? Dann ist eine Bio-Variante auf Zitronensäurebasis häufig eine geeignete Wahl. Bei starken industriellen Ablagerungen empfiehlt sich eher ein konzentrierter Industrieentkalker.

So entkalken Sie Schritt für Schritt

Bevor Sie mit der Anwendung des Entkalkers beginnen, sollten Sie zunächst den Verschmutzungsgrad beurteilen. Davon hängen die richtige Verdünnung, Einwirkzeit und Anwendungsmethode ab.

Sicherheit zuerst. Tragen Sie stets chemikalienbeständige Handschuhe und eine Schutzbrille und arbeiten Sie in einem gut belüfteten Bereich. Mischen Sie Säuren niemals mit chlorhaltigen Reinigungsmitteln, da dabei giftige Dämpfe entstehen können. Halten Sie ein Neutralisationsmittel, beispielsweise Soda, bereit und prüfen Sie vorab die örtlichen Vorschriften zur Entsorgung des Abwassers.

Wählen Sie anschließend die Methode, die zu Ihrer Anlage passt:

  1. Zirkulation mit einer Entkalkungspumpe für Wärmetauscher und Leitungssysteme. Verdünnen Sie das Produkt im Verhältnis 1:5 oder 1:10 mit Wasser und lassen Sie die Lösung mithilfe einer Umwälzpumpe durch das System zirkulieren. Je nach Verschmutzungsgrad 1 bis 5 Stunden zirkulieren lassen.

  2. Einwirken lassen bei Boilern und Tanks. Füllen Sie die Anlage mit der verdünnten Lösung und lassen Sie diese 30 Minuten bis 2 Stunden stehen, damit die Säure die Kalkablagerungen lösen kann.

  3. Eintauchen kleiner Bauteile. Tauchen Sie Armaturen, Sprühdüsen oder andere kleine Bauteile vollständig in die verdünnte Lösung und lassen Sie diese 30 Minuten bis 1 Stunde einwirken.

  4. Gründlich nachspülen. Spülen Sie die Anlage oder die Bauteile anschließend mit reichlich Wasser, damit keine Säurerückstände zurückbleiben.

  5. Bei Bedarf wiederholen. Bei starken Ablagerungen kann eine zweite Behandlung erforderlich sein.

Testen Sie das Produkt bei der ersten Anwendung immer zunächst an einer unauffälligen Stelle, insbesondere bei Leichtmetallen wie Aluminium und Zink. Danach kann Ihre Anlage wieder effizient arbeiten.

Vorbeugen ist besser als nachträglich reinigen

Möchten Sie Kesselstein lieber vermeiden, bevor er zum Problem wird? Dann wählen Sie einen Entkalker mit Korrosionsinhibitoren. So reinigen Sie nicht nur die Anlage, sondern tragen gleichzeitig zum Schutz Ihrer Geräte vor zukünftigen Schäden bei.

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