Propylenglykol in Kühl- und Heizungsanlagen: Alles, was du wissen musst
- Geschrieben am
- Durch Hugo von Huchem
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Benötigt deine Kühl- oder Heizungsanlage einen zuverlässigen Frostschutz, möchtest aber keine giftigen Stoffe im System verwenden? Kein Problem, mit Propylenglykol von Huchem hast du die passende Lösung. In diesem Artikel erfährst du, was Propylenglykol ist, wie du es richtig verdünnst und wann sich die 100-%-Konzentrat-Variante lohnt.
Propylenglykol in Kühl- und Heizungsanlagen: Alles, was du wissen musst
Benötigt deine Kühl- oder Heizungsanlage einen zuverlässigen Frostschutz, möchtest aber keine giftigen Stoffe im System verwenden? Kein Problem, mit Propylenglykol von Huchem hast du die passende Lösung. In diesem Artikel erfährst du, was Propylenglykol ist, wie du es richtig verdünnst und wann sich die 100-%-Konzentrat-Variante lohnt.
Was ist Propylenglykol und wofür wird es verwendet?
Propylenglykol, auch Monopropylenglykol (MPG) genannt, ist eine klare, farb- und geruchlose Flüssigkeit mit leicht süßlichem Geschmack. Als Wärmeträger und Frostschutzmittel wird es in zahlreichen technischen Anlagen eingesetzt. Es eignet sich hervorragend für Kühl- und Heizsysteme.
Besonders interessant ist, dass Propylenglykol seit vielen Jahren das am häufigsten verwendete Glykol in lebensmittelverarbeitenden Anlagen sowie in Systemen mit Anforderungen an eine nicht toxische Kühlflüssigkeit ist. Es ist die erste Wahl, wenn jedes Risiko einer Vergiftung ausgeschlossen werden soll. Typische Einsatzbereiche sind die Lebensmittelindustrie, Brauereien oder Anlagen, bei denen ein Kontakt mit Menschen oder Tieren nicht ausgeschlossen werden kann.
Dank seiner physiologischen und ökologischen Unbedenklichkeit wird Propylenglykol bevorzugt in der Lebensmittel- und Genussmittelindustrie sowie in pharmazeutischen und umweltsensiblen Anwendungen eingesetzt. Typische Einsatzgebiete sind Molkereien, Getränkehersteller, Brauereien, Fisch- und Fleischverarbeitung, Tiefkühlketten sowie Solarkollektoranlagen.
Warum ein 100-%-Konzentrat wählen?
Der größte Vorteil eines 100-%-Konzentrats besteht darin, dass du die Verdünnung selbst bestimmen und den Frostschutz exakt an deine Anlage anpassen kannst.
Die folgenden Mischungsverhältnisse bieten diesen Frostschutz:
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20 % Propylenglykol / 80 % demineralisiertes Wasser = Schutz bis -6 °C
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30 % Propylenglykol / 70 % demineralisiertes Wasser = Schutz bis -13 °C
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40 % Propylenglykol / 60 % demineralisiertes Wasser = Schutz bis -21 °C
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50 % Propylenglykol / 50 % demineralisiertes Wasser = Schutz bis -33 °C
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60 % Propylenglykol / 40 % demineralisiertes Wasser = Schutz bis -57 °C
Mit einem 20-Liter-Kanister kannst du genau die Konzentration herstellen, die deine Anlage benötigt. Das ist besonders praktisch, wenn du mehrere Systeme mit unterschiedlichen Frostschutzanforderungen betreust.
Immer mit demineralisiertem Wasser der Klasse A verdünnen
Nicht nur das Mischungsverhältnis ist entscheidend – auch die Wasserqualität spielt eine wichtige Rolle für die Lebensdauer deiner Anlage.
Dieses spezielle Propylenglykol Axti Temp P für Kühl- und Heizungsanlagen ist ein Konzentrat und muss mit demineralisiertem Wasser der Klasse A verdünnt werden.
Warum kein Leitungswasser? Demineralisiertes Wasser verhindert Kalkablagerungen und Korrosion im System und verlängert dadurch die Lebensdauer deiner Anlage. Leitungswasser enthält Mineralien und Kalk, die in Verbindung mit Glykol zu Ablagerungen und Schäden führen können. Langfristig verursacht das deutlich höhere Kosten als die Verwendung von geeignetem Wasser.
Warum eignet sich dieses Glykol besonders für technische Anlagen?
Das Produkt basiert auf umweltverträglichem, hygroskopischem Propylenglykol und enthält Korrosionsinhibitoren sowie schaumarme Additive zum Schutz vor Rost und Kalkablagerungen.
Es wirkt nicht korrosiv und schützt die Innenflächen von Rohrleitungen zuverlässig vor Korrosion und Alterung. auch bei Leitungen aus Aluminium.
Ein weiterer praktischer Vorteil: Die Flüssigkeit kann problemlos in Anlagen nachgefüllt werden, die bereits ein Kühlmittel auf Propylenglykolbasis enthalten. Ein vollständiges Spülen der Anlage ist daher beim Nachfüllen in der Regel nicht erforderlich.
Propylenglykol oder Ethylenglykol, welches ist die richtige Wahl?
Eine häufig gestellte Frage. Sowohl Ethylenglykol als auch Propylenglykol sind farb- und geruchlose Flüssigkeiten, die als Kühl- und Frostschutzmittel verwendet werden. Die wichtigsten Unterschiede liegen in ihrer Toxizität und ihren Fließeigenschaften.
| Eigenschaft | Propylenglykol (MPG) | Ethylenglykol |
|---|---|---|
| Toxizität | Nicht giftig | Giftig |
| Lebensmittelindustrie | Geeignet | Nicht zulässig |
| Wärmeübertragung | Etwas geringer | Effizienter |
| Viskosität bei niedrigen Temperaturen | Höher | Niedriger |
Verwende Propylenglykol, wenn ein Kontakt mit Menschen, Tieren oder Lebensmitteln möglich ist. Ethylenglykol eignet sich dagegen für viele industrielle Anwendungen, bei denen diese Anforderungen keine Rolle spielen.
So stellst du das richtige Mischungsverhältnis her
Bevor du das System befüllst, solltest du den benötigten Frostschutz festlegen.
Gehe dabei wie folgt vor:
- Bestimme den erforderlichen Frostschutz entsprechend Klima und Anlage.
- Berechne anhand der obigen Tabelle die benötigte Menge Propylenglykol und demineralisiertes Wasser.
- Verwende ausschließlich demineralisiertes Wasser der Klasse A, niemals Leitungswasser.
- Kontrolliere die Konzentration im System mit einem Refraktometer.
- Dokumentiere die Konzentration für spätere Wartungsarbeiten oder Nachfüllungen.
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