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VE-Wasser oder enthärtetes Wasser für die Heizung?

  • Geschrieben am
  • Durch Hugo von Huchem
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VE-Wasser oder enthärtetes Wasser für die Heizung?

VE-Wasser oder enthärtetes Wasser für die Heizung: Wir erklären die Unterschiede nach VDI 2035 und zeigen, welches Wasser zu Ihrer Anlage passt.

VE-Wasser oder enthärtetes Wasser für die Heizung?

Bei Temperaturen zwischen 4 und 15 Grad Celsius laufen Heizungsanlagen in ganz Deutschland aktuell wieder im Dauerbetrieb, und spätestens beim Nachspeisen oder bei einer Neubefüllung stellt sich für Heizungsbauer und Betreiber die Frage: VE-Wasser oder enthärtetes Wasser für die Heizung? Die Antwort ist nicht beliebig, denn die VDI 2035 unterscheidet klar zwischen zulässiger Füllwasserqualität und Korrosionsschutz. Wer hier das falsche Wasser wählt, riskiert Kesselstein, Schlammbildung oder Lochfraß an Aluminiumbauteilen, oft erst nach Monaten sichtbar.

VE-Wasser oder enthärtetes Wasser für die Heizung: Die Unterschiede im Überblick

Enthärtetes Wasser ist normales Leitungswasser, aus dem lediglich Kalzium und Magnesium über einen Ionentauscher entfernt wurden. Die Härte sinkt, die Leitfähigkeit bleibt jedoch nahezu unverändert hoch, da gelöste Salze im Wasser verbleiben. VE-Wasser geht einen Schritt weiter: Durch Umkehrosmose oder Mischbettharz werden nahezu alle Ionen entfernt, die Leitfähigkeit sinkt auf wenige Mikrosiemens pro Zentimeter. Konditioniertes Heizungswasser ist VE-Wasser, dem zusätzlich Inhibitoren und ein pH-Stabilisator nach VDI 2035 Blatt 2 beigemischt wurden, um Sauerstoffkorrosion und Ablagerungen in modernen Anlagen mit Aluminiumkomponenten, Wärmepumpen oder Fußbodenheizungen gezielt zu verhindern.

Welches Wasser passt zu welcher Heizungsanlage nach VDI 2035?

VDI 2035 Blatt 1 regelt die zulässige Gesamthärte in Abhängigkeit von Kesselleistung und spezifischem Anlagenvolumen. Bei kleinen Anlagen reicht teilweise enthärtetes Wasser aus, sofern die Leitfähigkeit im zulässigen Bereich bleibt. Blatt 2 geht weiter und schreibt für Anlagen mit hoher Korrosionsempfindlichkeit, etwa mit Aluminium-Wärmetauschern, Wärmepumpen oder großflächigen Fußbodenheizungen, ein salzarmes Füllwasser mit geringer Leitfähigkeit vor. In diesen Fällen genügt enthärtetes Wasser nicht, da verbleibende Salze Korrosion begünstigen können. Als Faustregel gilt: Neubau, Sanierung mit Aluminiumkomponenten und Wärmepumpenanlagen sollten Sie grundsätzlich mit konditioniertem VE-Wasser befüllen. Bei älteren reinen Stahl- oder Gusskesseln ohne Aluminium kann enthärtetes Wasser ausreichen, wenn die Leitfähigkeit messtechnisch eingehalten und dokumentiert wird.

Häufige Fehler bei Befüllung und Nachspeisung vermeiden

Ein verbreiteter Fehler ist das ungeprüfte Nachfüllen mit Leitungswasser nach kleinen Reparaturen, wodurch die sorgfältig eingestellte Wasserqualität der Erstbefüllung sofort wieder verändert wird. Ebenso riskant ist das Mischen unterschiedlicher Wasserqualitäten in derselben Anlage, da dies die Konzentration der Inhibitoren verdünnt und den Korrosionsschutz schwächt. Dokumentieren Sie Leitfähigkeit, pH-Wert und Härte vor und nach jeder Befüllung, denn die VDI 2035 verlangt diesen Nachweis auch für Gewährleistungsansprüche. Achten Sie zudem auf saubere Lagerung und Abfüllung, denn ein verschmutzter Schlauch oder ein ungereinigter IBC kann selbst geeignetes Wasser kontaminieren, bevor es überhaupt im System ankommt.

So wählen Sie in der Praxis das richtige Heizungswasser

Für die Neubefüllung oder Nachspeisung moderner Heizungs- und Wärmepumpenanlagen ist konditioniertes VE-Wasser nach VDI 2035 die sichere Wahl, da Härte, Leitfähigkeit und pH-Wert bereits werkseitig eingestellt sind. Enthärtetes Wasser eignet sich eher für unkritische Anwendungen oder als Spülwasser, nicht als dauerhafte Füllung korrosionsempfindlicher Systeme. Zeigt eine Bestandsanlage bereits Schlammbildung oder Magnetitablagerungen, sollten Sie das System vor der Neubefüllung reinigen, statt frisches Wasser auf ein altes Verschmutzungsproblem zu setzen.

Passende Produkte für Ihr Heizungswasser

Für die direkte Befüllung bietet sich Kemawater konditioniertes VE-Wasser im 1000-Liter-IBC nach VDI 2035 an, inklusive Lieferung und IBC. Für weniger kritische Anwendungen liefert Huchem enthärtetes Wasser im 1000-Liter-IBC. Zeigt Ihr Heizkreislauf bereits Biofilm oder Magnetit, reinigen Sie das System zuerst mit CleanCirquit Pro Systemreiniger im 1000-Liter-IBC, bevor Sie neu befüllen.

Huchem liefert VE-Wasser, enthärtetes Wasser und passende Systemreiniger aus Vorrat an Betriebe und Privatkunden in ganz Deutschland. Prüfen Sie im Webshop die passende Gebindegröße für Ihre Anlage und stellen Sie sicher, dass Ihr Heizungswasser den Anforderungen der VDI 2035 entspricht.

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